Eine Fassade aus Sandwichpaneelen besteht für die Vergabe aus mehr als der sichtbaren Wandfläche. Öffnungen, Gebäudeecken, Sockel und obere Abschlüsse müssen zum Montageauftrag passen. Wer diese Bereiche früh beschreibt, kann Angebote nach demselben Umfang vergleichen und die Abstimmung auf der Baustelle gezielt vorbereiten.
Vom Fassadenbild zum montierbaren Abschnitt
Beginnen Sie mit den Ansichten des Gebäudes. Kennzeichnen Sie Verlegerichtung, Elementraster und die vorgesehenen Öffnungen. Für die Ablaufabstimmung sind außerdem Gebäudehöhe, Zufahrt und freie Stellflächen relevant. Eine Fassadenansicht allein zeigt nicht, ob ein Montagegerät den betreffenden Bereich erreichen kann.
Bei der horizontalen und vertikalen Anordnung unterscheiden sich die Details des gewählten Systems. Kingspan beschreibt beide Verlegerichtungen in seiner Broschüre zur Verarbeitung und Montage. Die Entscheidung für Ihr Gebäude gehört in die freigegebene Planung. Der Montageauftrag sollte nicht voraussetzen, dass die Ausführenden diese Entscheidung erst vor Ort treffen.
Die Randbereiche getrennt erfassen
Sockel und unterer Abschluss
Beschreiben Sie, wo die Paneelfläche beginnt und welcher Anschluss darunter vorgesehen ist. Entscheidend für die Vergabe ist die Zuordnung: Wer liefert das Anschlussprofil, wer montiert es und welche Vorleistung muss fertig sein? Fehlt ein Detail, kennzeichnen Sie die Position als offen. Eine allgemeine Formulierung wie „komplett einschließlich aller Anschlüsse“ macht einen unklaren Aufbau nicht eindeutig.
Fenster, Türen und Tore
Listen Sie Anzahl und Lage der Öffnungen auf. Trennen Sie den Ausschnitt in der Paneelfläche, die zugehörigen Kantteile und den Einbau des eigentlichen Bauteils. Die Montage von Verglasungen oder einer Pfosten-Riegel-Fassade ist kein Bestandteil unseres Paneelmontageangebots. Dadurch bleibt klar, welcher Betrieb den Anschluss an welcher Stelle übernimmt.
Ecken und oberer Fassadenabschluss
Ordnen Sie Innen- und Außenecken sowie Attiken den jeweiligen Ansichten zu. Stellen Sie die Details zusammen mit der aktuellen Planfassung bereit. Gibt es mehrere Varianten, braucht jede Variante eine eindeutige Kennzeichnung. Das erleichtert sowohl die Mengenermittlung als auch die spätere gemeinsame Begehung.
Materialentscheidung und Befestigung nicht vermischen
Paneeltyp, Dämmkern, Oberfläche und Abmessungen kommen aus der Projektspezifikation. Die Befestigung benötigt ebenfalls eine projektbezogene Grundlage. SFS fragt für die Vordimensionierung Angaben zu Objekt, Bekleidung und Unterkonstruktion ab. Eine pauschale Schraubenanzahl aus einem allgemeinen Artikel ersetzt diese Angaben nicht.
Für die Anfrage an den Montagebetrieb bedeutet das: Übergeben Sie die vorhandenen Festlegungen und nennen Sie noch offene Entscheidungen. So kann klar getrennt werden, was bereits ausführbar beschrieben ist und was vor der Montage von Planung oder Hersteller geklärt werden muss.
Die Baustelle in Fassadenabschnitte aufteilen
Legen Sie fest, welche Seite zuerst zugänglich ist und wo Folgegewerke arbeiten. Bei einer genutzten Halle gehören Betriebswege und gesperrte Bereiche in die Abstimmung. Stimmen Sie auch ab, wer die bereitgestellten Paneele und Kantteile einem Abschnitt zuordnet. Diese organisatorischen Angaben ergänzen die Zeichnungen, ohne sie zu ersetzen.
Panel Montage übernimmt vereinbarte Fassadenmontagearbeiten nach freigegebenen Unterlagen. Nennen Sie bei Ihrer Anfrage Projektort, Fläche, Höhe und den vorgesehenen Zeitraum. Unser Leitfaden zum Montageablauf hilft bei den nächsten Schritten. Den vollständigen Umfang stimmen wir anhand Ihres Projekts ab.